Donnerstag, 1. Dezember 2016

Über das größte Problem von Führungskräften

Rajeev Vasudeva, der globale Chef des Headhunters Egon Zehnder, über Entlohnungssysteme, die nicht mehr passen und Inklusion wichtiger ist als Diversität.

http://derstandard.at/2000048315072/Ueber-das-groesste-Problem-von-Spitzenmanagern

Interessantes Interview mit Aussagen, welche Eigenschaften in Zukunft für Spitzenmanager wichtig sind.

Freitag, 25. November 2016

TIPP: E-Mail-Bewerbung

Bewerbung per Email haben sich weitgehend durchgesetzt.

Grundsätzlich haben Sie 2 Möglichkeiten für Bewerbungen per Email:

1. Variante: Schreiben Sie das Anschreiben direkt in das Mail (Lebenslauf, Zeugnisse usw. kommen in den Anhang)

2. Variante: Schreiben Sie nur ein kurzes Mail und fügen Sie die gesamte Bewerbung (Anschreiben, Motivationsschreiben, Lebenslauf usw. in den Anhang).


Die erste Variante hat den Vorteil, dass der Leser/die Leserin des Mails sofort alles Wichtige vor sich hat, ohne vorher einen Anhang öffnen zu müssen. Denken Sie daran, dass Personalisten oft hunderte Bewerbungen auf ein Inserat hin bearbeiten müssen! Nachteil dieser Variante ist, dass Sie den Mailtext nur wenig formatieren sollten, weil es ungewiss ist, welches Mailsystem Ihr gegenüber hat und die Formatierungen zu einem sehr schlechten Layout führen können.

TIPP: Versenden Sie die Anhänge immer als PDF-Dateien!

Beachten Sie diese Tipps, dann werden Sie Erfolg mit Ihrer Bewerbung haben!
Betreff:
Die Betreffzeile ist das erste, was der Empfänger zu Gesicht bekommt. Sie sollte kurz und prägnant formuliert sein. Vermeiden Sie Begriffe wie: "Bewerbung bei Ihrer Firma" oder "Freie Stelle".

TIPP: "Bewerbung als PR-Assistent - Inserat im KURIER vom 19.06.2011 - Ref.Nr. 123456".

Umgangston?
Ein Bewerbungsschreiben in dem in Emails oder Facebook üblichen Umgangston zu schreiben ist unprofessionell und zu 99 % erfolglos. Respekt muss sein: "Sehr geehrte Damen und Herren" ist das Mindeste. Besser ist, einen konkreten Ansprechpartner namentlich anzuschreiben.

Eigene Mailadresse:
Auch bei Ihrer eigenen E-Mail-Adresse ist Seriosität gefordert. Vermeiden Sie "baby006@..." oder "theking@...". Einfach aber gut sind Adressen, bei denen vor dem "@" Ihr Name steht. Falls Sie keine haben, können Sie bei einem der Gratis-Anbieter eine passende E-Mail anlegen (www.yahoo.com, www.gmx.at, ...).

Auf die Eingabe eines Datums können Sie verzichten, da es bei der Mail - auch bei einem Ausdruck - sowieso ersichtlich ist.

Niemals eine Bewerbung mit "Wichtig" senden!
Bei vielen E-Mail-Programmen haben Sie die Möglichkeit, die Nachricht mit einer Dringlichkeitsstufe zu versehen. Machen Sie das nicht, da Sie sicher nicht die einzige Person sind, die sich bewirbt. Außerdem lassen sich die Personalchefs nicht gerne sagen, wer für sie wichtig ist und wer nicht.

Anrede:
Was für die Anrede gilt, ist auch für das Schreiben selbst von Bedeutung: Schreiben Sie nicht im saloppen E-Mail-Stil und verfassen Sie ganze Sätze. Richtiges Groß- und Kleinschreiben sind ebenso wichtig wie korrekte Rechtschreibung. Lassen Sie das Mail am besten von Freunden Korrekturlesen. Drucken Sie das Schreiben vor dem Verschicken aus und lesen Sie es noch einmal sorgfältig durch. Vermeiden sollten Sie Abkürzungen (mfg, lg, etc).

Qualität statt Quantität ist gefragt! Sie sollten nicht ein Mail an 40 verschiedene Firmen verschicken. Solche Bewerbungen zeigen den Verantwortlichen nur, dass Sie sich keine Mühe gegeben haben, Informationen einzuholen.

Umfang und Inhalt:

Eine Seite sollte möglichst nicht überschritten werden. Prinzipiell gilt für eine Online-Bewerbung der gleiche Aufbau wie für eine klassische:

a) Grund des Schreibens;
b) Ausbildung/Tätigkeit;
c) Gründe, warum Sie für das Unternehmen interessant sind/welchen Nutzen Sie dem Unternehmen bringen = darum bewerben Sie sich;
d) Zeitpunkt, ab dem Sie verfügbar sind;
e) Aufforderung zur Kontaktaufnahme;
f) Grußformel. Mit freundlichen Grüßen ist dabei der Klassiker.

Die Signatur am Ende enthält ihren Namen, Anschrift und Kontaktmöglichkeit (Handy, Festnetz, Mail,...).

Wenn Angaben zu Ihrer Person auf einer eigenen Website (nicht Facebook, außer Sie haben die Seite entsprechend gestaltet, XING oder LinkedIn sind hier besser geeignet) abrufbar sind, geben Sie die Internet-Adresse in ihrer Signatur bekannt.

Weniger ist mehr! 
Wenn nicht anders angefordert, schicken Sie als Attachement Ihren Lebenslauf mit Bild mit (siehe oben die beiden Varianten und ihre Vor- und Nachteile!). Bieten Sie an, alle Zeugnisse und Unterlagen bei Interesse nachzuschicken.

Das Internet ist ein schnelles Medium!
Seien Sie gefasst, dass weitere Informationen schnell angefordert werden. Halten Sie alles versandbereit und telefonieren Sie nach, falls Sie keine Antwort erhalten: Oft ist Eigeninitiative gefragt und erwünscht!

Motivation und Fluktuation


Quelle: unbekannt (sollte Sie jemand kennen, bitte ich um kurze Nachricht)

Donnerstag, 24. November 2016

TIPP: So nicht! Schlechte Einstiege ins Bewerbungsschreiben

Achtung, jetzt kommt eine Bewerbung:
„Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als Sales Manager, die Sie am 18.November in der
Wiener Zeitung ausgeschrieben haben.“ – „Hiermit“ ist Beamtendeutsch. Alle Infos
(„Bewerbung als Sales Manager – Ihr Angebot in der Süddeutschen Zeitung vom
18.November 2010) gehören in die Betreffzeile. Und nur dorthin.

Hurra, ich kann lesen:
„Mit großem Interesse habe ich Ihr Stellenangebot bei monster.at gelesen.“ – Gähn! Der
erste Satz einer Bewerbung sollte das stärkste Argument enthalten. Dieser hier beschreibt
eine Selbstverständlichkeit.

Sie genügen meinen Ansprüchen:
„Ihr Stellenangebot entspricht meinen Vorstellungen.“ – Das ist schön Hier geht es aber nicht
darum, ob die Stelle Ihren Vorstellungen entspricht. Der Arbeitgeber will wissen, ob Ihre
Qualifikationen seinen Vorstellungen entsprechen. Darüber sollten Sie schreiben.

Ich schleime gerne:
„Seit vielen Jahren verfolge ich die Entwicklung der Brett & Bohr KG mit ihrem
anspruchsvollen und breiten Tätigkeitsfeld. Ich bin mir sicher, dass ich bei Ihnen als
Weltmarktführer wertvolle Erfahrungen sammeln kann.“ – Tragen Sie nicht zu dick auf!

Ich frag ja nur:
„Darf ich mich vorstellen?“ – Das verzweifelte „Bitte nicht!“ des Personalers würden Sie
sowieso nicht hören. Also sparen Sie sich das Gefloskel.

Samstag, 12. November 2016

Datenschutz am Arbeitsplatz

"50% der ArbeitnehmerInnen finden, dass der Arbeitgeber keinen Zugriff auf E-Mails, Telefongespräche, Personalakten oder den Internetverlauf haben sollte."




Montag, 7. November 2016

TIPP: Gute Einstiege für ihr Bewerbungsschreiben

Greifen Sie den Anzeigentext auf:
Sie verlangen viel von Ihren Beratern, schreiben Sie in Ihrer Stellenanzeige. Das trifft sich
gut, denn auch ich verlange viel von mir. Mein Matura habe ich mit Bestnoten abgeschlossen
…“

Rufen Sie vorher an:
„Vielen Dank, dass Sie sich gestern am Telefon so viel Zeit für mich genommen haben. Wie
ich in unserem Gespräch erwähnte, habe ich durch meine Arbeit in einem Möbelhaus –
zuletzt als Mitarbeiterin der Vertriebsabteilung – bereits viel Berufserfahrung gesammelt.“

Lesen Sie Zeitung:
„Sie möchten Ihr Energiegeschäft in Südeuropa ausbauen – das las ich heute im
Handelsblatt. Ich unterstütze Sie gern bei diesem Vorhaben. Als Wirtschaftsingenieur mit
Berufserfahrung bei spanischen und italienischen Kraftwerkbetreibern biete ich Ihnen …“

Fragen Sie Freunde:
„Von einer Mitarbeiterin Ihrer Marketingabteilung erfuhr ich, dass Sie eine neue Kosmetiklinie
für Frauen im besten Alter planen. Als Vertriebsexpertin mit Spezialgebiet Generation 50plus
bringe ich meine Erfahrungen auf diesem Zukunftsmarkt gerne in Ihrem Unternehmen ein.“

Nutzen Sie Beziehungen:
„Ihr Kollege Dr. Kurt Lehmann aus dem Privatkundenbereich war bereits so freundlich, mich
Ihnen als Kreditmanager zu empfehlen. Bei der XY – Bank haben ich nach meinem mit sehr
gutem Erfolg abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaft erste Berufserfahrung im Risk
Management gesammelt.“

Betonen Sie Ihre Qualifikationen:
„Als promovierte Historikerin und Germanistin mit Spezialgebiet mündliche Überlieferung
setze ich bei der „Biografie-Agentur“ gerne mein Talent zum Zuhören und Schreiben ein.“

Stellen Sie Ihre Berufserfahrung heraus:
„Zehn Jahre habe ich als Konferenzmanagerin bei einem der größten Unternehmen der
Branche gearbeitet. In dieser Zeit habe ich …“

Ziehen Sie das wichtigste Detail aus Ihrem Lebenslauf:
„Als Eventmanagerin für das Fünf-Sterne-Hotel Rosenhagen in Luzern habe ich in den
letzten fünf Jahren Großveranstaltungen vom Ärztekongress bis zur Fürstenhochzeit
organisiert.“

Weisen Sie auf Schwerpunkte hin:
„Electronic Commerce, Informationsmanagement und Logistik sind die Schwerpunkte
meines Studiums der BWL, das ich im vergangenen Monat mit der Note 1,3 abgeschlossen
habe.“

Plaudern Sie aus dem Arbeitsalltag:
Sie brauchen einen stressresistenten Helpdesk-Mitarbeiter? Mich kann kein Anruf mehr aus
der Fassung bringen. Alle Katastrophen des Informatikeralltags habe ich bereits erlebt – von
„ich fürchte, ich habe gerade unser Intranet gelöscht“ bis hin zu „Hilfe, der Server brennt!“ –
und löse Ihnen auch die kniffligsten IT-Probleme.“

Sonntag, 6. November 2016

TIPP: Wie soll ein Bewerbungsschreiben aufgebaut sein?

Es ist besonders wichtig, dass Sie ihr Bewerbungsschreiben übersichtlich und klar aufbauen. Dabei hat sich folgende Gliederung bewährt:
  • Briefkopf
  • Empfängeradresse
  • Ort und Datum
  • Betreffzeile
  • Anrede
  • Text
  • Abschließender Gruß
  • Unterschrift
  • Anlagen/Beilagen


Briefkopf: Name, Anschrift, Telefon-/Faxnummer, Email-Adresse

Empfängeradresse: Firmenname, Ansprechperson , Adresse
Versuchen Sie den Namen der richtigen Ansprechperson zu eruieren. Achten Sie auf die korrekte Schreibweise und eventuelle Titel. Oft genügt ein Anruf in der Telefonzentrale der Firma, um hier Klarheit zu schaffen.

Ort und Datum: Rechtsbündig auf Höhe der untersten Zeile der Empfängeradresse oder 2 Zeilen darunter

Betreffzeile: Ohne die Worte „Betrifft" oder „Betreff", durch Formatierung hervorgehoben (Schriftgröße, fett, aber keine ausgefallene Rahmen)

Anrede: Allgemein („Sehr geehrte Damen und Herrn") nur, wenn Sie die richtige Ansprechperson nicht herausfinden konnten

Text: Formulieren Sie nun den Text mit gesundem Selbstvertrauen und positivem Selbstwertgefühl. Führen Sie belegbare Argumente (keine leeren Floskeln!) an, warum Ihr Leistungsprofil dem Anforderungsprofil der Firma entspricht. Achten Sie auf kurze, leicht lesbare Absätze und einen lockeren Seitenaufbau mit genügend Seitenrand. Der Text muss zu Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Charakter passen! Daher kopieren Sie keine Musterschreiben, der Leser erkennt das sofort!

Wunsch nach Vorstellungstermin: Das ist Ihr eigentliches Ziel! „Ich würde mich freuen, wenn meine Bewerbung Ihr Interesse findet und ich mich persönlich bei Ihnen vorstellen darf."

Abschließender Gruß:
„Mit freundlichen Grüßen"

Unterschrift: Vergessen Sie nicht persönlich und leserlich zu unterschreiben!

Anlagen/Beilagen: Pauschal („7 Anlagen") oder zählen Sie die beigelegten Anlagen auf

Montag, 5. September 2016

Die BSC der Führungskräftekompetenzen im Bewerbungsprozess


Wenn sich eine Führungskraft für eine anspruchsvolle neue Position bewirbt, dann steht sie oft vor der Aufgabe sich in einem Auswahlverfahren möglichst prägnant und doch umfassend zu präsentieren. Ob es sich nun um ein Hearing vor einer Kommission oder ein Assessment Center handelt, soll in kurzer Zeit ein Eindruck vermittelt werden, der es den EntscheidungsträgerInnen ermöglicht, die Kompetzenzen und Erfahrungen zu beurteilen.

Die Darstellung der Kompetenzen von Führungskräften, insbesonders C-Level-ManagerInnen, im Bewerbungsprozess muss unterschiedlichste Perspektiven berücksichtigen, um ein abgerundetes Bild zu ergeben. Eine Balanced Scorecard (BSC) bildet hier nun einen Rahmen, der eine klare Struktur vorgibt. Dieser Rahmen muss nur noch mit Bildern aus der beruflichen Vergangenheit, mit konkreten Erfahrungen („Storytelling“) und Absichten (Vision und Strategie) für die Zukunft gefüllt werden.

Bei der Erstellung der BSC ist natürlich auf die spezifischen Gegebenheiten der ausgeschriebenen Stelle einzugehen. Die angeführten Kompetenzen für das C-Level-Management sind je nach Unternehmen, aber auch nach Entwicklungsphase (des Unternehmens, aber auch der Produkte) oder wirtschaftlicher Situation, unterschiedlich zu gewichten. Für einen langfristigen Erfolg sollten aber mindestens die angeführten Kompetenzen vorhanden sein.


Die wichtigsten Führungskräfte-Kompetenzen als Balanced Scorecard dargestellt:

1.      Visionsfähigkeit
Wie kann die Zukunft des Unternehmens gesichert werden?
2.      Führungskompetenz
Besitzt die Führungskraft den Mut in schwierigen Situationen Entscheidungen zu treffen?
3.      Lösungsorientierung
Werden Probleme und Aufgaben zukunfts- und lösungsorientiert angegangen? Welche Fehlerkultur wird vorgelebt?
4.      Interkulturelle Kompetenz
Werden die Unterschiede in den Ländern verstanden und auch länderspezifisch auf die Besonderheiten der Märkte eingegangen?
5.      Kenntnis der Produkte und Dienstleistungen
Hat der C-Level-Manager die eigenen Produkte und Dienstleistungen in ihrem Kern und zukünftigen Entwicklung verstanden?
6.      Kenntnis der Mitbewerber
Ist ausreichend Wissen über die Entwicklungen bei den Mitbewerbern vorhanden?
7.      Vernetzung
Erfolgt ein permanenter Austausch mit lokalen und internationalen EntscheidungsträgerInnen?
8.      Betriebswirtschaftliche Kompetenzen
Ist ausreichende Expertise über die Zahlen, Daten und Fakten beim C-Level-Manager vorhanden?


Im Bewerbungsprozess sind diese Schlüsselkompetenzen einer Führungskraft erfolgsorientiert darzustellen. Dabei ist es wichtig, nach der Methode des Storytellings, die Erfolge und erreichten Ergebnisse den EntscheidungsträgerInnen möglichst plastisch aus dem Unternehmensalltag gegriffen zu vermitteln.

Am Besten werden die Kompetenzen aus der Sicht der jeweiligen Interessensgruppe, der Stakeholder, beschrieben. Das können Eigentümer, Aktionäre, MitarbeiterInnen, KollegInnen auf gleicher Führungsebene, KundInnen, aber auch das Finanzamt und Bürgerinitiativen sein. Bei der Ausarbeitung kann auf die Umfeldanalyse zurück gegriffen werden, wie sie auch im Projektmanagement verwendet wird.

Eine weitere Methode, die wir auch aus dem Projektmanagement kennen, die Risikoanalyse, liefert weitere nützliche Ergebnisse im Bewerbungsprozess. Dabei geht es um die Frage, ob es Risiken geben könnte, einerseits aus Sicht des Unternehmens, andererseits aber auch aus Sicht der/s BewerberIn. So können mögliche Bedenken proaktiv aus dem Weg geräumt werden.


Über alle angeführten Kompetenzen erstreckt sich wie eine Klammer die ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit: Führungskräfte motivieren, überzeugen und begeistern, das gilt sowohl nach innen, als auch nach außen.


Die Balanced Scorecard der Führungskräftekompetzenzen


1.        Visionsfähigkeit: Wie kann die Zukunft des Unternehmens gesichert werden?

Visionen tragen entscheidend zum Erfolg eines Unternehmens bei. Führungskräfte müssen eine klare Vorstellung von der Zukunft haben, hier geht es darum zu zeigen, wie und welche Innovationen sie sich für die Zukunft vorstellen können. Hier sind Changemanagement-Fähigkeiten gefragt, es geht darum klar und deutlich zu kommunizieren, um die Stakeholder von ihren Ideen zu begeistern. Die EntscheidungsträgerInnen im Bewerbungsprozess müssen spüren, wie sie die Zukunft des Unternehmens sehen und gestalten werden. Es geht auch darum das Innovationspotenzial über alle MitarbeiterInnen, Standorte und Märkte zu erschließen.


2.        Führungskompetenz: Besitzt die Führungskraft den Mut in schwierigen Situationen Entscheidungen zu treffen?

Das Thema Führung ist in allen Bewerbungssituationen ein wichtiger Themenkomplex. In der Vorbereitungsphase sollte nun das eigene Führungsverständnis kritisch hinterfragt werden. Erfolgreiche, aber auch sehr schwierige Situationen zu reflektieren und Beispiele zu überlegen, wo sich gut herausarbeiten lässt, wie sie souverän in der Praxis geführt haben, gehört zu jeder guten Vorbereitung. Es sollte auf jeden Fall vermieden werden in Floskeln aus der Managementliteratur abzudriften.


3.        Lösungsorientierung: Werden Probleme und Aufgaben zukunfts- und lösungsorientiert angegangen? Welche Fehlerkultur wird vorgelebt?

Hands-on-Mentalität und der ausgeprägte Wille zu gestalten sind weitere zentrale Fähigkeiten von Führungskräften. Hier geht es auch darum zu zeigen, dass man gewillt ist rasch und konsequent zu entscheiden. Wenn Probleme oder gar Krisen zu bewältigen sind, dann sind dringend Lösungen gefragt und keine Schuldzuweisungen. Damit ist auch die Fehlerkultur angesprochen, die vorgelebt werden muss. Werden Mitarbeiter, die einen Fehler gemacht haben, negativ sanktioniert oder wird ein vertrauensvolles Verhältnis von der Führungskraft vorgelebt, wo Fehler als Möglichkeiten gesehen werden, daraus zu lernen und immer besser zu werden.


4.        Interkulturelle Kompetenz: Werden die Unterschiede in den Ländern verstanden und auch länderspezifisch auf die Besonderheiten der Märkte eingegangen?

Die interkulturelle Kompetenz zeigt sich auf mehreren Ebenen, einerseits ist sie wichtig bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern in einer globalisierten Welt, andererseits ist sie auch von besonderer Bedeutung bei der Führung von international zusammengesetzten Teams. Führungskräfte (aber auch deren MitarbeiterInnen) in global tätigen Unternehmen brauchen ein kulturelles Feingefühl, um in einem internationalen Umfeld erfolgreich zu sein. Bis zu einem gewissen Ausmaß ist interkulturelle Kompetenz auch theoretisch erlernbar. Stellen sie daher sowohl ihre theoretischen, als auch praktischen Kompetenzen im internationalen Umfeld vor. Schildern sie ihre Erfahrungen, die sie im Umgang mit ausländischen Geschäftspartnern und bei ihren Tätigkeiten in Niederlassungen im Ausland erworben haben.


5.        Kenntnis der Produkte und Dienstleistungen: Hat der C-Level-Manager die eigenen Produkte und Dienstleistungen in ihrem Kern und zukünftigen Entwicklung verstanden?

Bei einer guten Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess ist auch das Verständnis der Produkte bzw. der Dienstleistung des Unternehmens eine gewichtige Rolle. Damit ist kein detailliertes (technisches) Wissen gemeint, vielmehr geht es um das Verstehen des Kerngeschäfts. Sie können auch nur eine Vision für ein Unternehmen haben, wenn ihnen klar ist, was das Herz des Unternehmens ist. Was macht den Erfolg des Unternehmens am Markt aus? Hier brauchen sie sowohl aus Kunden- und auch aus Unternehmenssicht ein tiefes Verständnis für den Nutzen des Produktes. Eine glasklare Antwort auf die Frage: „Was leistet das Produkt?“ Hinweise darauf lassen sich aus den bisher verwendeten Slogans des Unternehmens ableiten. Aber es geht vor allem um ihr Verständnis und nicht um eine Wiederholung aus den Marketingunterlagen des Unternehmens.


6.        Kenntnis der Mitbewerber: Ist ausreichend Wissen über die Entwicklungen bei den Mitbewerbern/Branche vorhanden?

Wenn sie schon vor ihrer Bewerbung in der gleichen Branche gearbeitet haben, dann werden sie Fragen zur Branche, Marktentwicklung und Mitbewerbern mühelos beantworten können. Es ist aber auf jedem Fall von Vorteil, wenn sie ihr Wissen wieder aktualisieren und sich über neuere Entwicklungen informieren, die bisher nicht Teil ihres alltäglichen Geschäfts waren.

Sollten sie aus einer fremden Branche kommen, dann ist die Vorbereitungsphase natürlich viel intensiver. Genauso intensiv, wie sie sich mit der Geschichte und der Entwicklung des potentiellen neuen Arbeitgebers beschäftigt haben, haben sie sich mit dem nationalen und internationalen Umfeld, der Mitbewerber und der Trends in der Branche beschäftigt.


7.        Vernetzung: Erfolgt ein permanenter Austausch mit lokalen und internationalen EntscheidungsträgerInnen?

Der Austausch in persönlichen Netzwerken und das Nutzen von Synergien daraus ist ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor. Welche persönlichen Kontakte bestehen zu Kunden, Lieferanten und anderen wesentlichen EntscheidungsträgerInnen? Hier sind auch branchenübergreifende Kontakte von Bedeutung, die sich auch auf internationale Ebene erstrecken.  Aber nicht nur die persönlichen Netzwerke sind wichtig, sondern auch die Vernetzung von Unternehmen, die daraus entstehen kann. Die von neuen Technologien massiv in den Vordergrund getretene intensive Verflechtung entlang des gesamten Geschäftsprozesses muss ihren Niederschlag in der persönlichen und unternehmerischen Vernetzung finden.


8.        Betriebswirtschaftliche Kompetenzen: Ist ausreichende Expertise über die Zahlen, Daten und Fakten beim C-Level-Manager vorhanden?

Dieser Punkt der BSC der Führungskompetzenzen adressiert die betriebswirtschaftlichen Kompetenzen im engeren Sinne. Hier geht um das Handwerkzeugs, die fachlichen Grundlagen der Unternehmensführung, das Wissen um Bilanzen, G und V und Controlling. Alles was sich in Zahlen, Daten und Fakten fassen lässt und wie man diese interpretiert.




Sonntag, 21. August 2016

Die besten Apps für Karriere und Jobsuche

Es gibt eine Vielzahl von Apps, die für die Jobsuche und Karrieretipps verwendet werden können. Auf Basis meiner persönlichen Erfahrungen möchte ich hier nun einige kurz vorstellen:

karriere.at
Die App von karriere.at ist für mich bereits ein Klassiker und mein eindeutiger Testsieger.
Es gibt sie für iOS und Android. .


AMS Job App
Einfach zu bedienen und natürlich starker Österreich Bezug!
http://www.ams.at/service-arbeitsuchende/arbeitsuche/ejob-room/ams-job-app


indeed.com
Einfach und gut.
http://at.indeed.com/mobile


JobStandard - Jobs & Karriere
App der Zeitung Der Standard. Gute Filter-Funktionen.
http://derstandard.at/1378248042526/Neu-Die-JobStandard-App-ist-da


Die Presse Karriere
App von Karriere.DiePresse.com. Einfach Eingabemaske mit guten Suchergebnissen.
http://diepresse.com/service/1421016/index


LinkedIn Jobsuche
Wenn Sie ein Profil bei LinkedIn haben, dann können Sie gleich den Profilstandort für die Suche übernehmen. Ich hatte bei der Eingabe von Wien als Suchstandort Probleme, aber mit dem Profilstandort hat es funktioniert.
Es gibt sie für iOS und Android.


XING
Wenn Sie ein XING-Profil haben, dann können Sie die XING-App auch für die Jobsuche verwenden. Wenig Möglichkeiten bei der Suche zu filtern, die Ergebnisse sind aber durchaus brauchbar, wenn man mehrere Suchbegriffe in das Suchfeld eingibt.
https://mobile.xing.com/


apply LIVE für BewerberInnen
Mit apply LIVE kommen Sie mit 3 Schritten zum einem persönlichen (!) Kontakt zum Unternehmen:
  1. Klicken Sie den Button oder scannen Sie den QR-Code.
  2. Buchen Sie einfach sofort ONLINE einen Termin. Ganz anonym und ohne Unterlagen!
  3. Ihr Auftritt beim LIVE-Bewerbungstermin. Max. 10 Minuten: persönlich, telefonisch oder über Skype.

https://www.apply-live.com/


Jobrocker
Legen Sie einfach Ihren Lebenslauf an, definieren Sie Ihre Wunsch-Jobs und erstellen Sie Ihre Kurzvorstellung als Video. Das macht Sie für Ihren Traumjob interessant. Jobrocker schickt Ihnen nun Jobangebote.



Firstbird
Mit firstbird machen Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Headhuntern und erreichen dadurch geeignete Kandidaten schneller und günstiger. Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen mit Sitz in Wien wird von Microsoft Ventures und dem EU Technologiefonds unterstützt. 40 Kunden in der Schweiz, Deutschland und Österreich wie Tamedia, HolidayCheck.com und Bertelsmann setzen im Recruiting auf das digitale Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm. 

www.firstbird.eu/de/


Hokify
Das Wiener Start-up "JobSwipr" heißt nun "hokify" und ermöglicht Jobsuchenden sich via App bei Unternehmen zu bewerben. Nach dem Tinder-Prinzip. Sie können nach einer Registrierung eine Lebenslauf hochladen. Danach funktioniert der Bewerbungsprozess sehr einfach, nur wenige Fragen/Daten ausfüllen und die Bewerbung versenden.

www.hokify.at/


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